Vor fast 20 Jahren bestritt Marcel Schrötter sein erstes Rennen in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft. 2008 holte er in der Achtelliterklasse den ersten Titel. Jetzt hat der mittlerweile 33-Jährige den Gesamtsieg in der IDM-Nachfolge-Serie EURO MOTO im Visier. Sein Ziel ist es, „die rote Maschine“ zu schlagen.
Die erste Duftmarke ist gesetzt: ein Podiumsplatz auf der BMW M 1000 RR beim EURO MOTO Auftakt auf dem Sachsenring. Doch Schrötter will mehr. Der Neuzugang vom Team GERT56 by RS Speedbikes sagt: „Ich freue mich sehr über den zweiten Platz im ersten Rennen. Besonders, da das Podium für mich etwas überraschend kam, nachdem ich aus der dritten Reihe starten musste. Und weil ich keine Erfahrungen mit den Reifen über die Distanz hatte.“ Für den Bayern war es das fast perfekte Rennen. Denn er weiß auch: „Natürlich ist es nur wirklich perfekt, wenn man als Sieger ganz oben auf dem Podium steht. Aber ich muss auch sagen, dass die Ducati mit Lukas Tulovic ganz vorne momentan in einer eigenen Liga fährt. Am Sachsenring konnten wir einfach nichts dagegen ausrichten. Daher war der zweite Platz das maximal Mögliche, aber das sollte nicht der Standard für den Rest der EURO MOTO-Saison sein. Das Ziel ist ganz klar, die rote Maschine zu schlagen.“

Wie schwer Schrötter dafür ackert und ausprobiert, zeigte der zweite Lauf: „Aufgrund der Erfahrungen aus dem ersten Rennen hatten wir einige technische Änderungen vorgenommen. Leider hat die Wahl eines anderen Vorderreifens nicht den erhofften Schub gebracht. Diese Entscheidung hat die Vorteile, die ich im ersten Rennen gegenüber meinen direkten Konkurrenten hatte, zunichte gemacht. Generell hatte ich mehr Schwierigkeiten, meine Linie zu halten und meine Schaltpunkte richtig zu treffen. Es war ein bisschen schade, denn ich hatte die Pace und die Power für einen zweiten Podiumsplatz. Letztendlich ist es, wie es ist, da wir diese Entscheidung als Team getroffen haben und ich als Fahrer das letzte Wort hatte. Der vierte Platz ist immer noch keine Katastrophe, vielmehr haben wir eine gute Schadensbegrenzung betrieben. Noch wichtiger ist, dass die Informationen, die wir sammeln konnten, uns beim nächsten Mal in Brünn definitiv sehr helfen werden.“ Denn vom 29. bis zum 31. Mai 2026 heißt es im tschechischen Autodrom: Auf ein Neues!


