Patrick „Pax“ Hobelsberger hat die Reißleine gezogen. Nach dem Verlust des Hauptsponsors und einen missglückten Start in die EURO MOTO Superbike und dem Tiefpunkt in Most fährt der 29-jährige Bayer in diesem Jahr keine Rennen mehr.
Als die Superbike-Klasse am vergangenen Wochenende im tschechischen Most um Meisterschaftspunkte fuhr, war Pax schon weg. Nach Hause. In die Heimat nach Landau an der Isar. Mit einem Haken an der Saison. Damit schrumpfte die Honda-Quote im Teilnehmerfeld enorm. Es gab ohnehin nur zwei CBR 1000 RR-R. Jetzt ist Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) wieder der einzige Fahrer, der die Fireblade an den Start schiebt. Im Moment ist er Dritter in der Gesamtwertung. Hobelsberger wird dieses Jahr nicht mehr fahren. „Am Samstag nach der Qualifikation habe ich mich dazu entschlossen, einen Strich unter die Saison zu ziehen“, sagt der Drittplatzierte von 2023 – damals im Team GERT56 auf BMW.

Mit seinem eigenen Hobelsberger Racing Team lief es nicht rund. „Wir haben vor ein paar Wochen unseren Hauptsponsor verloren, der gute 85 bis 90 Prozent unseres Budgets abdeckt.“ Am Sachsenring erkrankte Hobelsberger und war über mehrere Wochen nicht fit. Wenig Schlaf, viel Arbeit in der Motorrad-Werkstatt, beim Coaching, das eigene Training und etliche Stunden im Auto haben ihn belastet. „Vor allem kam das Wissen dazu, dass aufgrund des mangelnden Budgets kein Fehler passieren darf.“
Hobelsberger sagt, er habe sich nicht mehr aufs Rennfahren konzentriert, sondern mehr Energie verwendet, dass überhaupt alles funktioniert. Er habe weder sein Potenzial noch das seines Motorrads zeigen können. Pax Hobelsberger ist dieses Jahr nicht in Form gekommen, stattdessen ging es nur vergab. Dabei wollte er eigentlich vorn mitmischen. Sein Plan, nach den erfolgreichen Testfahrten im Winter nicht nur anzutreten, um nur zu gucken, ist nicht aufgegangen. Vier Punkte hat er geholt.
Pax verabschiedet sich mit den Worten: „Für mich ist hier Endstation. 2026 werde ich keine Rennen mehr fahren. Wie es in der Zukunft weitergeht, weiß ich noch nicht, außer dass jede Mühe und all meine Energie weiterhin in den Motorsport gehen. Wer weiß, welche Türen sich in Zukunft öffnen.“


