SBK: Twan Smits bekommt den WM-Freifahrtschein

SBK: Twan Smits bekommt den WM-Freifahrtschein

Der fliegende Holländer Twan Smits nimmt mit Yamaha den direkten Kurs auf die Superbike-WM. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Gerade richtig durchgezogen – und schon ist er weg. Twan Smits macht den nächsten Karrieresprung und wechselt mit Yamaha in die Superbike-Weltmeisterschaft. Der 22-jährige Niederländer wird die Saison für Moto X Racing in der WorldSBK zu Ende fahren. Für die EURO MOTO Superbike ist das zwar ein herber Verlust, für Smits aber ein großer Schritt auf der Karriereleiter.

Der Aufstieg ist eine logische Konsequenz. Bei den beiden letzten Rennwochenenden in Assen und auf dem Nürburgring räumte Smits jeweils das komplette Paket ab: Pole-Position und anschließend beide Siege. Viel deutlicher kann man sich kaum empfehlen.

Dabei ist der Niederländer erst in seinem zweiten Jahr auf einem Superbike in der EURO MOTO unterwegs. Inzwischen hat er auch den ersten Test mit der WM-Yamaha absolviert. „Diese R1 ist wirklich next level“, so Smits. Später bremsen, jede Menge Elektronik und damit verbundene Möglichkeiten ohne Ende. Kurz gesagt: Das Spielzeug ist schärfer geworden. „Es wird einige Zeit dauern, das volle Potenzial des Motorrads auszuschöpfen“, weiß der Niederländer. Die ersten Fortschritte wurden bereits verzeichnet.

„Mir fehlen immer noch die Worte, um meine Gefühle zu beschreiben“, sagt Smits. Die WorldSBK sei sein größter Traum gewesen, seit er im R3-Cup mit dem Rennsport angefangen habe. Als Yamaha anrief, habe er es zunächst selbst kaum glauben können. Und plötzlich steht vom 25. bis 27. September sein erste Superbike-WM-Wochenende in Cremona vor der Tür. Und wenn dabei gleich die ersten WM-Punkte herausspringen, wäre der Einstand perfekt und in seinem Sinne.

Für das EURO MOTO-Finale in Hockenheim hat sich Smits abgemeldet. Sein Apreco-Team Yamaha muss ohne ihn auskommen. Die Termine überschneiden sich. Andererseits ist es gut so. Smits ist Teil des „bLU cRU“-Programms von Yamaha, das Talente vom Nachwuchs-Cup über die nationalen Serien bis hin zur Weltmeisterschaft begleiten soll. Bei ihm scheint der Plan gerade ziemlich gut aufzugehen.