Zwei EURO MOTO-Superbiker haben am vergangenen Wochenende schon die Muskeln spielen lassen. Zwar nicht in der EURO MOTO, aber vorab beim Auftakt in der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Das BMW-Werksteam mit Markus Reiterberger an Bord machte in Le Mans zwar nicht die erhoffte Beute. Dagegen fehlte Neuling Marcel Schrötter im Team ERC Endurance nicht viel zu einer Podiumsplatzierung.
Das Werksteam war vom zweiten Startplatz in den 24-Stunden-Marathon gegangen, sammelte nach acht und 16 Stunden die Zusatzpunkte für die Führung ein und wollte nach dem Sieg greifen. Das Trio mit Markus Reiterberger (GER), Michael van der Mark (NED) und Steven Odendaal (RSA) war aber auch in einen Crash verwickelt und bekam technische Probleme. Beendet hat es das Rennen trotzdem. Anders als geplant aber noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen, reiste das BMW Motorrad World Endurance Team auf Rang sechs der Weltmeisterschaftswertung aus Le Mans ab.
Grandios verlief der Einstand des 33-jährigen Marcel Schrötter. Im Team ERC Endurance, das aus Karlsruhe stammt, war Schrötter war mit Abstand der Schnellste im Trio, zu dem auch David Checa und der Franzose Kenny Foray gehören. Schrötter legte den Grundstein für den neunten Startplatz für das 24-Stunden-Rennen. Am Ende sprang sogar der vierte Platz heraus.

“Ich bin glücklich damit, mein erstes 24-Stunden-Rennen gut überstanden zu haben“ sagt er übermüdet, aufgedreht und glücklich zugleich. „Allein schon das Überqueren der Ziellinie nach einer so langen Distanz ist ein Erfolg für sich, und als Vierte waren wir zudem das beste Privatteam und auch das beste BMW-Team. Die vergangene Woche war für mich eine unglaubliche Erfahrung. Körperlich habe ich die 24 Stunden recht gut verkraftet, abgesehen davon, dass mein Rücken nach drei oder vier Stunden sehr verspannt war. Ein Muskel im unteren Rückenbereich hatte sich komplett verkrampft. Dieses Problem ist mir schon seit einiger Zeit bekannt, und wenn dieser Muskel nicht mehr mitspielt, wird es umso anstrengender. Ich musste mit enormen Kraftaufwand fahren. Das war nicht ideal.“
Aus seiner Sicht hat Schrötter vor allem im Qualifying auf sich aufmerksam gemacht. „In meiner Gruppe «Blau» war ich Vierter in der kombinierten Zeitenliste. Alle Top-Teams verfügen über Qualifyer-Reifen. Wir hingegen nicht. Bei einem Langstreckenrennen ist das Qualifying die einzige Session, in der der Fahrer wirklich alles geben kann.“
Vom 8. bis 10. Mai 2026 kann er es wieder beweisen. Dann findet auf dem Sachsenring der Start in die EURO MOTO-Saison statt.

