SBK: Tulovics Kontrastprogramm zu Reiti

SBK: Tulovics Kontrastprogramm zu Reiti

Noch drei Wochen, dann ist EURO MOTO-Saisoneröffnung auf dem Sachsenring. Lukas Tulovic muss bis dahin einen ganzen Zettel voller Termine abarbeiten. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Das BMW-Werksteam hat am heutigen Freitag die Pole Position beim Auftakt zur Langstrecken-WM um nur 0,032 Sekunden verpasst. Morgen, am Samstag, wird in Le Mans das legendäre 23-Stunden-Rennen gestartet. Für Teamfahrer Markus „Reiti“ Reiterberger ist das die ideale Vorbereitung auf die EURO MOTO Superbike, die am zweiten Mai-Wochenende auf dem Sachsenring beginnt. Teamchef Werner Daemen lobt den Bayern schon jetzt in den höchsten Tönen und erzählt, bei diversen Testfahrten habe er an den Rundenrekorden gekratzt. Den amtierenden Champion Lukas Tulovic bringt das drei Wochen vor dem Saisonstart nicht aus der Fassung. Der 25-jährige Ducati-Fahrer verfolgt eine andere Strategie.

„Ich fahre nicht in der EWC, weil ich keine Anfragen habe, aber mich auch auf eine Sache konzentriere“, antwortet Tulovic auf die Frage, weshalb er nicht in Le Mans ist. Aus der EURO MOTO Superbike sind mehrere Gegner nach Frankreich gereist: Marcel Schrötter, Marco Fetz, Hannes Soomer, Soma Görbe, Jan Mohr, Milan Merckelbagh.

Kein Großevent, aber viele kleine

Tulo hat einen Trainingsurlaub unterhalb der Zugspitze eingelegt, nachdem er zu Ostern bereits die „1000 Kilometer von Hockenheim“ bestritten hatte. Nachdem sein Team das Rennen kurzzeitig anführte, geriet zuerst der Transponder außer Kontrolle. Etliche Safety Car-Phasen, ein Sturz sowie eine Stop-and-Go-Strafe später war Gesamtplatz 5 die Ausbeute.

Bis zum EURO MOTO-Start wird der Superbike-Titelverteidiger noch oft auf dem Motorrad sitzen und jede Menge zu erledigen haben. Ein Presselaunch mit Ducati, sein Job als MotoGP-Experte bei Sky, die Instruktortätigkeit bei den Hafeneger-Renntrainings und zwei Tests mit Triple M Racing Ducati Frankfurt stehen alle noch vorher auf dem Plan. Tulo schwört auf die Panigale V4R, ihre Explosivität und das Reifenmanagement, seinen Start. Und was Reiterberger betrifft: „Ich bin noch nie gegen ihn gefahren. Wir werden auf dem Sachsenring sehen, wie es im Zweikampf läuft.“

Lukas Tulovic und Teamchef Matthias Moser