Der Saisonauftakt auf dem Sachsenring war für den EURO MOTO-Superbiker Patrick Hobelsberger ein einziges Desaster. Er reiste vorzeitig ab. In Brünn soll es am kommenden Wochenende besser laufen.
Ein hochroter Kopf wechselte sich ab mit vornehmer Blässe. Patrick „Pax“ Hobelsberger hatte schon besser ausgesehen. Beim Saisonauftakt auf dem Sachsenring vor drei Wochen hatte den Superbike-Dritten des Jahres 2023 ein fetter Infekt völlig aus der Spur geworfen. Hobelsberger war deshalb weit weg davon, auf seiner Lieblingsstrecke auch nur annähernd zu punkten. Vor zwei Jahren hatte er im deutschen Motorrad-Mekka noch einen Sieg davongetragen. Doch nun wurde der 29-Jährige im ersten Lauf Letzter. Schon in der Superpole war er völlig untergegangen. Was war los?
„In der Woche vor dem Sachsenring Auftakt waren wir in Brünn beim Testen, sind aber einen Tag früher als geplant abgereist. Von einem Tag auf den anderen bin ich krank geworden. In der Woche vor dem Saisonauftakt wurde es kaum besser und ich hatte immer noch mit Fieber, Erkältung und teils Schwindel zu kämpfen“, berichtet Hobelsberger. In Sachsen startete der Bayer mit dem Basis-Setup an der Honda CBR 1000 RR-R in die ersten Trainings. „Das Motorrad funktionierte super“, stellte er fest, „aber ich nicht.“ Hobelsberger fühlte sich wie vom Bus überrollt. Bei seinen Tests auf dem Pannoniaring hatte er kurz zuvor den aufgestellten Rundenrekord von 2024 um drei Zehntel unterboten. Er steht jetzt bei 1:49, 4min. An solche Höchstleistungen war auf dem Sachsenring im Traum nicht zu denken. Stattdessen ging es für Pax nur bergab. Nach dem ersten Rennen zog er den Stecker und fuhr nach Hause.
Brünn soll die Wende bringen. Ganz fit ist Hobelsberger noch immer nicht und mit seinem Rennmotorrad ist er auch nicht mehr gefahren. Das muss aber nichts heißen.


