Was war das für ein Wochenende. Der 16-jährige Lennox Lehmann fährt bei der Supersport 300-WM zwei Mal aufs Podium und verlässt das Motorland Aragón als WM-Dritter. Auch in der Superbike-Weltmeisterschaft und in Supersport-Klasse landen bisherige IDM-Fahrer grandiose Erfolge.
Es war am Sonntag, genau 15:43 Uhr, und Michael Freudenberg, Chef des Freudenberg KTM-Paligo-Teams schreit sich die Seele aus dem Leib. Vor lauter Freude und Begeisterung. Denn das, was da gerade im Motorland Aragón passiert, ist so unglaublich und trotzdem wahr. Lennox Lehmann überquert die Ziellinie auf der KTM RC 390 R erneut als Dritter. Das Gleiche hat er schon am Vortag geschafft. Es ist fast ein Wunder. Weil er in der Superpole-Entscheidung gleich nach dem Rausfahren stürzte und deshalb nur von der 25. Position gestartet ist, war eine vordere Platzierung im Vorfeld eigentlich schon abgehakt, doch dann kam das. Der Dresdner hat das Feld tatsächlich von hinten aufgerollt. Und das gleich doppelt. Einen besseren Einstand in die Weltmeisterschaft hätte der zweifache IDM Supersport 300-Champion nicht geben können. Seine Eltern umarmen ihn, die Mutter hat das Rennen nicht gesehen. „Das kann sie nicht“, sagt Lennox, „sie guckt in der Zeit einen Film und hat Kopfhörer auf.“ Aber dann, als alles gelaufen ist, rennt auch sie los freut sich wahnsinnig über den Erfolg. Das Elternhaus steht voll und ganz hinter der Karriere von Lennox.
The race was grueling, but when Lehmann takes off his helmet, there isn’t a single bead of sweat on his forehead. “My face was a little red because I was screaming from all the excitement,” the teenager laughs. “At first, finishing on the podium felt totally unreal. It took me a while to really process it all.”
Tomorrow, Tuesday, it’s back to hitting the books at school despite his brilliant debut. Just like everyone else in his class. The next races are in Assen in two weeks, but he’s quick to point out: “Success isn’t a given. It’s easier to work your way up from the back than to break away from the front.” In early May, Lehmann will compete in the IDM season opener at the Lausitzring. “In the IDM, I gained the experience I needed for the World Championship. I think the guys at the front, like Marvin Siebdrath and Leo Rammerstorfer, could also do quite well in the World Championship.”
In der größeren Supersport-Klasse trumpfte der Niederländer Glenn van Straalen (EAB Racing Team) auf. Er wurde 2021 in der IDM Gesamt-Dritter und holte im Motorland Aragón zwei vierte Plätze auf der Yamaha YZF-R6. Meister Patrick Hobelsberger musste sich mit den Rängen 10 und 13 zufrieden geben. In den freien Trainings war für den Yamaha-Fahrer bei Kallio Racing noch alles nach Plan gelaufen, in der Qualifikation nicht mehr. „Ich konnte nicht fahren wie ich wollte, da wir einige Änderungen vorgenommen haben und ich habe in meiner schnellsten Runde noch zwei Fehler gemacht, die mich sehr viel Zeit gekostet haben. Ich musste von P 19 starten, was für mich sehr viel Arbeit war, denn alle Fahrer klebten nah beisammen. Somit hatte ich mir alle Möglichkeiten um die Top 7 zu kämpfen im Quali schon verspielt.“
In the premier Superbike World Championship class, Ilya Mikhalchik (BMW Motorrad WorldSBK Team) was the man of the moment. The three-time German champion, riding as a substitute, finished eighth in the first race—faster than all the other BMW factory riders. The 25-year-old from Kyiv is the first Ukrainian in WorldSBK. In the second race, Mikhalchik crossed the finish line in 15th place, once again securing a spot in the points.
