Wenn die neue EURO MOTO am letzten Mai-Wochenende auf den Grand-Prix-Kurs im tschechischen Brünn einbiegt, steht ein Lokalmatador im Fokus: Štěpán Zuda. Der 20-Jährige reist nach seinem spektakulären Doppelsieg beim Saisonauftakt auf dem Sachsenring als einer der Titelfavoriten in der EURO MOTO Sportbike an.
Die Entscheidungen auf dem Sachsenring hatten in einem Herzschlag-Finale geendet. Besonders dramatisch verlief der erste Lauf: Nach einem heftigen Kontakt mit einem Konkurrenten kam Zuda beinahe zu Fall, fing seine Maschine jedoch sensationell ab und kämpfte weiter um den Sieg. Die Rennleitung ahndete die riskante Aktion seines Gegners im Nachgang, bestrafte den Gegner und erklärte Zuda zum Sieger. Im zweiten Lauf wiederholte der einzige Tscheche im Feld das Ergebnis aus eigener Kraft mit mehr Schwung. Der aus Liberec stammende Rennfahrer geht auf einer Triumph Daytona 660 für das deutsche Freudenberg RORA-PALIGO Racing Team an den Start. Nach seinem Auftakterfolg gilt er inzwischen als heißer Titelkandidat in der kleinsten EURO MOTO-Klasse.

Schon eine Woche nach dem Doppelsieg hätte Štěpán Zuda fast den nächsten Meilenstein feiern können. Sein Team ermöglichte ihm den Start in der Sportbike-Weltmeisterschaft in Most. Doch ein Sturz in der Superpole endete mit einer Handverletzung. Bis zu den EURO MOTO-Läufen bei seinem Heimspiel in Brünn ist der 20-Jährige wieder fit.
Auch in der größeren EURO MOTO Supersport sind die tschechischen Farben stark vertreten. Insgesamt vier Fahrer gehen dort an den Start. Filip Novotný stammt direkt aus Brünn. Der 18-Jährige war schon im Alter von zwei Jahren mit seinem Vater bei den WM-Rennen vor den Toren der Stadt. Der Durchbruch in seiner eigenen Karriere gelang ihm vor drei Jahren im Northern Talent Cup. Aktuell ist der Ducati-Fahrer Gesamt-Siebter in der neuen EURO MOTO Supersport. Beim Saisonauftakt auf dem Sachsenring gelangen ihm zwei Top 10-Platzierungen.

Zum tschechischen Quartett gehören außerdem die Yamaha-Fahrer Filip Feigl, Petr Feigl und Jindřich Škopek. Letzterer zählt mit gerade einmal 17 Jahren zu den jüngsten Fahrern im gesamten Feld.

