Karsten „KW“ Wolf auf dem „Walk of Fame“ verewigt

Karsten „KW“ Wolf auf dem „Walk of Fame“ verewigt

Der ehemalige GERT56-Teamchef Karsten Wolf hat in Oschersleben eine goldene Ehrenplatte bekommen. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Michael Praschak

Aufgegeben werden Briefe und keine Rennen. Das war das Motto von GERT56-Teamchef Karsten Wolf. Der Satz und „KW“ haben an der Motorsport Arena Oschersleben einen festen Platz erhalten. Im Eingangsbereich des Strecken-Hotels wurden beide am Samstag auf einer goldenen Ehrenplatte auf dem „Walk of Fame“ verewigt.

Der „Walk of Fame“ dient dazu, Persönlichkeiten des Motorsports zu ehren. Karsten Wolf reiht sich damit in eine namhafte Runde ein. Zu den Geehrten gehören unter anderem Stefan Bradl, Ralph Bohnhorst, Jonas Folger, Jörg Teuchert, Max Deubel, Egbert und Bennie Streuer, Olaf Manthey sowie René Rast. Besonders passend: In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Ehrenplatte seines langjährigen Fahrers Toni Finsterbusch.

Die Auszeichnung würdigt vor allem Wolfs außergewöhnliche Erfolge als Teamchef des GERT56-Teams in der FIM-Langstrecken-Weltmeisterschaft. Mit dem Sieg beim Bol d’Or 2018 sowie dem Triumph beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2020, jeweils in der Superstock-Klasse, schrieb das Team Motorsportgeschichte.

Zur Ehrung war die gesamte GERT56-Mannschaft nach Oschersleben gekommen. Entsprechend emotional fiel der Moment aus. Technik-Ikone Ronny Schlieder brachte die Bedeutung der Auszeichnung auf den Punkt: „KW hat Oschersleben immer als sein Rennsport-Wohnzimmer bezeichnet. Wir freuen uns sehr, dass er auf diese Weise jetzt hier einziehen kann.“

Zur Saison 2021 war das Team GERT56 von der Langstrecken-Weltmeisterschaft in die Superbike-Klasse der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) gewechselt, die aufgewertet seit 2026 als EURO MOTO ausgetragen wird. Karsten Wolf verstarb am 17. Januar 2026 im Alter von 61 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit.