SPB: Rosenthaler siegt mit Plan und Bestzeit

SPB: Rosenthaler siegt mit Plan und Bestzeit

Mit einem Plan, der am Ende aufgegangen ist und mit der schnellsten Runde am Wochenende beendete Jacob Rosenthaler in Brünn das zweite Rennen. Foto: Michael Praschak

Jakob Rosenthaler (RT Motorsports Racing) hat auch das zweite Rennen der EURO MOTO Sportbike auf dem Automotodrom Brno gewonnen. Der Österreicher setzte sich am Sonntagmittag nach einem spektakulären Neun-Runden-Krimi gegen Ruben Bijman und Stepan Zuda (beide Freudenberg RORA-PALIGO Racing) durch. Lediglich 0,369 Sekunden trennten die drei Erstplatzierten im Ziel voneinander.

Dabei begann das Rennen alles andere als vorhersehbar. Polesetter Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) kam zunächst nicht optimal vom Start weg, machte den verlorenen Boden jedoch bereits in den ersten Kurven wieder gut und setzte sich sogar kurzzeitig vom Feld ab. Lange hielt der Vorsprung allerdings nicht. Bereits ab der dritten Runde übernahm Ruben Bijman die Führung und eröffnete damit einen Schlagabtausch, der sich bis zur Zielflagge hinziehen sollte.

An der Spitze formierte sich eine siebenköpfige Führungsgruppe mit Bijman, Kitzbichler, Rosenthaler, dem Gaststarter Daniel Tureček, Zuda, Julian van Kalkeren und Mika Siebdrath. Die Positionen wechselten durchgehend, während die Fahrer Rad an Rad um jeden Meter kämpften. Dahinter klaffte bereits eine deutliche Lücke. Maksymilian Palmowski (SP Race Project) führte zunächst die Verfolgergruppe an, zwischenzeitlich übernahm auch Kiyano Veijer (Dutch Talent Racing) dort die Führung.

Rosenthaler wartet geduldig auf seine Chance

Während vorne ununterbrochen attackiert wurde, verfolgte Jakob Rosenthaler einen anderen Plan. Der Sieger des Vortages hielt sich zunächst bewusst zurück und beobachtete das Geschehen aus den vorderen Positionen. In der letzten Runde entwickelte sich ein Dreikampf um den Sieg. Rosenthaler verteidigte die Führung mit einer fehlerfreien Runde, während Bijman auf den letzten Metern noch einmal alles versuchte, aber schließlich das Nachsehen hatte. Doppelsieg für Rosenthaler. „Das zweite Rennen heute war ganz anders als gestern. Es gab unheimlich viele Überholmanöver in der Spitzengruppe. Ich habe mich in der ersten Rennhälfte eher zurückgehalten und versucht, die Reifen zu schonen. Mir war klar, dass das am Ende ein entscheidender Vorteil sein könnte”, berichtet der Österreicher nach dem Rennen. In der letzten Runde ließ er schließlich “den Hammer richtig fallen”, wie er selbst sagte und gewann den Lauf mit seiner schnellsten Rennrunde des gesamten Wochenendes. “Ich war in der letzten Runde fast eine Sekunde schneller als in der Vorrunde”, so Rosenthaler und fügt hinzu: “Das Ende ist genauso ausgegangen, wie ich es mir erhofft und geplant hatte.” Er fährt mit 50 weiteren Zählern auf dem Kontostand sowie mit 83 Punkten als Führender in der Gesamtwertung nach Hause.

Foto: Dino Eisele

Zuda beißt Zähne zusammen, Siebdrath feiert

Hinter den beiden sicherte sich Stepan Zuda als Dritter einen weiteren Podestplatz. „Für mich war das ganze Wochenende sehr schwierig. Ich habe noch immer mit den Folgen meiner Handverletzung vom Weltmeisterschaftswochenende zu kämpfen. Die Verletzung schränkt mich beim Fahren deutlich ein. Deshalb bin ich mit Platz drei wirklich sehr zufrieden“, erklärte der Tscheche.

Knapp hinter dem Podium sorgte Mika Siebdrath (Freudenberg RORA-PALIGO Racing) für ein persönliches Highlight. Der Freudenberg-Pilot fuhr auf Rang vier und erzielte damit sein bislang bestes Ergebnis in der EURO MOTO Sportbike.

Julian van Kalkeren (Pearle Gebben Racing)  komplettierte die Top 5. Der Niederländer hatte mit einem starken Start lange Anschluss an die Spitzengruppe gehalten, musste im Verlauf des Rennens jedoch abreißen lassen. 

Kitzbichler rettet sich

Tobias Kitzbichler rettete nach seinem Zwischenfall in der vorletzten Runde noch Rang sechs ins Ziel. Seine Aprilia begann sich aufzuschaukeln, weshalb der Österreicher weit ging und einen Sturz gerade noch verhindern konnte. Daniel Tureček (Rohac & Fejta Motoracing Team powered by Eder Racing) wurde dabei mit nach außen getragen und landete schließlich im Kiesbett. Für den Lokalmatador war das Rennen damit vorzeitig beendet, während Kitzbichler zwar weiterfahren konnte, den Anschluss an die Spitzengruppe jedoch verlor.

Für Tom Kuil (RT Motorsports Racing) war das Rennen bereits früh beendet. Der Niederländer landete in der dritten Runde in der vorletzten Kurve im Kiesbett und musste das Rennen vorzeitig aufgeben.

 

EURO MOTO Sportbike, Race 2

  1. Jakob ROSENTHALER (#78/AUT), Triumph Daytona 660
  2. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  3. Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
  4. Mika SIEBDRATH (#98/DEU), Triumph Daytona 660
  5. Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660
  6. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS660
  7. Maksymilian PALMOWSKI (#95/POL), Aprilia RS660
  8. Kiyano VEIJER (#53/NLD), Triumph Daytona 660
  9. Luis RAMMERSTORFER (#13/AUT), Triumph Daytona 660
  10. Max STAUFFER (#27/AUS), Yamaha YZF-R7
  11. Ty HENRIKSEN (#46/DNK), Aprilia RS660
  12. Jay-Jay DEN HOED (#44/NLD), Yamaha YZF-R7
  13. Alexander WEIZEL (#22/DEU), Aprilia RS660
  14. Rick KOOISTRA (#20/NLD), Triumph Daytona 660
  15. Micky WINKLER (#86/DEU), Aprilia RS660
  16. Magnus KRISTOFFERSEN (#30/DNK), Aprilia RS660

DNF:
Daniel TUREČEK (#24/CZE), Aprilia RS660
Lucas SØRENSEN (#18/DNK), Aprilia RS660
Tom KUIL (#55/NLD), Triumph Daytona 660