Nachdem sein Aufbaujahr mit einem Podiumsplatz geglückt ist, hat der Schweizer Marcel Brenner einen Platz im polnischen AF-Racing Team erhalten. Supersport-Titelfavorit Daniel Blin ist damit kein Solist mehr in der Ducati-Mannschaft.
„Super, wir sehen uns auf der Rennstrecke“, hat Daniel Blin seinem neuen Teamkollegen eine Nachricht auf Instagram hinterlassen. Der Gesamt-Dritte des letzten Jahres ist gespannt, was auf ihn zukommt. Der Ducati-Fahrer aus Polen hatte in Most gesiegt und noch acht weitere Podiumsplatzierungen für das AF-Racing Team geholt. Alles hatte sich nur um den 24-jährigen Erfolgsschlager aus Toruń gedreht.
Sein Ziel für 2026 klingt logisch: Meister werden in der neuen EURO MOTO Supersport. Was sonst? Der aktuelle Champion Andreas Kofler ist in die Supersport-WM abgewandert. Vize Dirk Geiger ist zu Yamaha gewechselt. Blin soll stechen wie der Bube im Skat.

Eigentlich sollte es keinen zweiten Fahrer neben ihm geben, doch für Marcel Brenner wurde eine Ausnahme gemacht. „Wegen meiner Erfahrung und meinem Speed“, berichtet der 28-jährige Schweizer.
Brenner wird eine vom Team vorbereitete Ducati V2 Panigale erhalten und über das gleiche Material wie Blin verfügen können. „Sie wollen, dass nicht nur Daniel, sondern auch ich schnell bin.“ Der erste Test soll im April in Rijeka stattfinden.“
„Ich bin wieder ganz der Alte und besser als zuvor“, sagt Brenner, der im August 2024 wegen gesundheitlicher Probleme aus der Supersport-WM ausgeschieden war. Schwächeanfall, mentale Erschöpfung, eine Art von Burnout, Panikattacken. Mittlerweile hat der Rennfahrer aus der 4000-Seelen-Gemeinde Schüpfen im Kanton Bern die Krankheit im Griff. „Ich weiß wie ich mich verhalten muss und kann wieder richtig Spaß haben auf dem Motorrad. Das letzte Jahr in der IDM Supersport war ein Aufbaujahr, aber jetzt geht es zur Sache. Dass es mit AF-Racing geklappt hat, ist grandios, weil mein Sponsor Moto-Tech Schweiz AG ein großer Ducati-Händler ist.“
Die vergangene Saison hat Brenner als Gesamt-Sechster abgeschlossen. Im tschechischen Most wurde er im ersten Supersport-Rennen als Dritter gewertet.


