Ende Juni war der 29-jährige Schweizer Marcel Brenner im zweiten EURO MOTO-Rennen in Most schwer gestürzt. Der Ducati-Fahrer musste am zehnten Rückenwirbel operiert werden. Brenner erlitt zudem eine Lungenquetschung und ein Schleudertrauma, dessen Nachwirkungen er immer noch spürt: Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Nackenverspannungen. Seine Euphorie, beim Hockenheim-Finale in die Meisterschaft zurückzukehren, ist verflogen. Brenner ist noch nicht fit. Also wird er wie auf dem Nürburgring im Grid als professioneller Schirmhalter seines Teamkollegen Daniel Blin fungieren. Er gesteht, dabei nervöser zu sein als wenn er selbst fährt. Dazu kommt, dass Blin noch Chancen auf den Titel hat.
Brenners Ausfall kam zum ungünstigsten Zeitpunkt. Er war gerade dabei, sich in der vorderen Hälfte der Top 10 zu etablieren. Sein Ziel, sogar in der Supersport-WM ein Comeback zu geben, bleibt jedoch unverändert bestehen. Im Automarket AF Racing Team, in dem er am liebsten an der Seite von Blin bleiben möchte, stehen für 2027 drei Optionen zur Debatte: ein größeres Supersport-Team, der Aufstieg in die EURO MOTO Superbike und der Wechsel in die WM. Spruchreif ist nichts.


