SPB: Zuda auf Pole, Kawasaki in Reihe eins

SPB: Zuda auf Pole, Kawasaki in Reihe eins

Stepan Zuda musste am Samstag im zweiten Qualifying alles auf eine Karte setzen. Das erste Zeitentraining am morgen in Oschersleben fiel buchstäblich ins Wasser. Foto: Dino Eisele

Nach vier Wochen Sommerpause ist die EURO MOTO Sportbike zurück und der Samstagmorgen in Oschersleben hielt für die Fahrer gleich die erste Herausforderung bereit. Regen hatte die 3,667 Kilometer lange Strecke in der Motorsport Arena nass gemacht und sorgte für schwierige Bedingungen im ersten Qualifying. Nur neun Fahrer wagten sich überhaupt auf die Strecke, fünf von ihnen kamen zu Sturz.

Max Stauffer (Apreco-Yamaha), Jakob Rosenthaler (RT Motorsports), Sasha de Vits (ERC), Julian van Kalkeren (SRTD Pearle Gebben) und Felix Kauertz (ERC) erwischte es auf dem rutschigen Asphalt. Alle fünf blieben glücklicherweise unverletzt. Entsprechend wenig Aussagekraft hatte das erste Qualifying für die spätere Startaufstellung.

Zum zweiten Qualifying sah die Welt schon wieder anders aus. Die Strecke war abgetrocknet, die Temperaturen lagen allerdings deutlich unter denen des Trainingsfreitags. Keine einfachen Bedingungen für die Sportbike Piloten, die in Oschersleben ohnehin mit dem geringen Gripniveau zu kämpfen haben. Für fast das gesamte Feld hieß es deshalb: Alles auf Q2 setzen.

Am besten gelang das Stepan Zuda (Freudenberg RoRa Paligo Racing). Der Tscheche setzte sich mit einer Zeit von 1:31,436 Minuten an die Spitze und sicherte sich damit die Pole Position für das erste Rennen am Samstagnachmittag.

Direkt dahinter meldete Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) seine Ambitionen an. Der Österreicher umrundete den Kurs in 1:31,713 Minuten und verpasste die Pole damit um lediglich 0,277 Sekunden.

Für eine kleine Überraschung in der ersten Startreihe sorgte Sasha de Vits. Schon am Trainingsfreitag hatte sich angedeutet, dass die intensive Entwicklungsarbeit des ERC Teams an der Kawasaki Früchte trägt. Im Qualifying bestätigte der Belgier diesen Eindruck. Trotz seines Sturzes am Morgen steigerte er sich in Q2 auf 1:31,807 Minuten und sicherte sich Startplatz drei. Gerade einmal 0,371 Sekunden fehlten ihm auf die Spitze. Damit steht erstmals in dieser Saison eine Kawasaki des ERC Teams in der ersten Startreihe. Nach der langen Pause seit dem Sachsenring und der intensiven Arbeit an Abstimmung und Mapping setzt das Team damit auch im Qualifying ein deutliches Ausrufezeichen.

Aus der zweiten Reihe greift Mika Siebdrath (Freudenberg RoRa Paligo Racing) an. Der Deutsche qualifizierte sich mit 1:32,227 Minuten auf Rang vier. Hinter ihm folgen Tom Kuil (RT Motosports) und Ruben Bijman (Freudenberg RoRa Paligo Racing), die gerade einmal zwei Tausendstelsekunden trennten. Kuil setzte sich in 1:32,476 Minuten hauchdünn gegen den Niederländer durch.

Die Top Ten komplettieren Kiyano Veijer (Dutch Racing) auf Rang sieben, Jules Bercot auf der zweiten ERC Kawasaki auf Platz acht und Micky Winkler (WSC-Racing) auf Rang neun. Für Meisterschaftsanwärter Jakob Rosenthaler (RT Motosports) verlief der Vormittag dagegen schwieriger. Nach seinem Sturz im nassen ersten Qualifying kam der Österreicher in Q2 auf eine Zeit von 1:32,927 Minuten und startet bei seinem Comeback nach der verletzungsbedingten Pause in Most von Position zehn.

Weniger glücklich verlief das Qualifying für ERC Neuzugang Felix Kauertz. Nach seinem Sturz am Morgen musste der 24-Jährige ebenfalls alles auf das zweite Qualifying setzen. Mit 1:43,998 Minuten blieb er jedoch außerhalb der 110 Prozent Qualifikationszeit und wurde zunächst nicht für das Rennen klassifiziert.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Fahrern nicht. Bereits am Nachmittag geht es um die ersten Punkte nach der Sommerpause. Um 16:20 Uhr startet das erste Rennen der EURO MOTO Sportbike in Oschersleben. Zuschauer können den Lauf über den YouTube-Livestream verfolgen. 

 

EURO MOTO Sportbike, Qualifying

  1. Stepan ZUDA (#23/CZE), Triumph Daytona 660
  2. Tobias KITZBICHLER (#38/AUT), Aprilia RS660
  3. Sasha DE VITS (#19/BEL), Kawasaki Ninja ZX6R
  4. Mika SIEBDRATH (#98/Německo), Triumph Daytona 660
  5. Tom KUIL (#55/NLD), Triumph Daytona 660
  6. Ruben BIJMAN (#17/NLD), Triumph Daytona 660
  7. Kiyano VEIJER (#53/NLD), Triumph Daytona 660
  8. Jules BERCOT (#25/FRA), Kawasaki Ninja ZX6R
  9. Micky WINKLER (#86/DEU), Aprilia RS660
  10. Jakob ROSENTHALER (#78/AUT), Triumph Daytona 660
  11. Luis RAMMERSTORFER (#13/AUT), Triumph Daytona 660
  12. Alexander WEIZEL (#22/DEU), Aprilia RS660
  13. Julian VAN KALKEREN (#34/NLD), Triumph Daytona 660
  14. Maksymilian PALMOWSKI (#95/POL), Aprilia RS660
  15. Jay Jay DEN HOED (#44/NLD), Yamaha YZF R7
  16. Rick KOOISTRA (#20/NLD), Triumph Daytona 660
  17. Magnus KRISTOFFERSEN (#30/DNK), Aprilia RS660
  18. Max STAUFFER (#27/AUS), Yamaha YZF R7
  19. Ty HENRIKSEN (#46/DNK), Aprilia RS660
  20. Lucas SØRENSEN (#18/DNK), Aprilia RS660

NQ: Felix KAUERTZ (#37/DEU), Kawasaki Ninja ZX6R