SSP: Ist der Auswärtserfolg ein Schub für Kawasaki?

SSP: Ist der Auswärtserfolg ein Schub für Kawasaki?

Freddie Heinrich #9 vertritt die Kawasaki-Farben in der EURO MOTO Supersport. Kommt jetzt auch Teamkollege Lorenzo Fellon #20 in Fahrt? Text: Anke Wieczorek; Fotos: Dino Eisele

Lorenzo Fellon ist der einzige Franzose im Fahrerfeld der EURO MOTO Supersport. Als Pfingstausflug zog es den 21-Jährigen von Kawasaki Weber für drei Tage in die MotoJunior FIM World Championship. Fellon fuhr aus Podium. Im Gegensatz dazu führt Freddie Heinrich die teaminterne Wertung in der EURO MOTO an.

Lorenzo Fellon ist neu in der EURO MOTO, aber kein Unbekannter: Ex-Teilnehmer am Red Bull MotoGP Rookies Cup, Moto3-Junior-WM, drei Jahre in der Moto3-WM. Sein Vater war der frühere Manager von MotoGP-Fahrer Johann Zarco.

Mit 21 Jahren hat Fellon jr. bereits viel gesehen. Zu Kawasaki Weber kam er durch Valentin Debise, der 2021 für das Team antrat. Debise sorgte vor fünf Jahren für die beste Kawasaki-Bilanz seit zehn Jahren. In der Supersport-Klasse raste er sechs Mal aufs Treppchen, drei Mal als Erster. Kawasaki war wieder an der Front. Debise hat jetzt in den Verhandlungen zwischen Teamchef Emil Weber und Lorenzo Fellon vermittelt.

Dass Fellon zu Pfingsten in Barcelona einen dritten Platz in der Stocksport-EM absahnte, sollte für einen ersten Höhenflug in der EURO MOTO am kommenden Wochenende in Brünn wie gemacht sein. Kommt auf der tschechischen Rennstrecke sein groer Auftritt? Denn der Einstand des Franzosen verlief auf dem Sachsenring harzig: P11 im ersten Lauf und eine Disqualifikation im zweiten Rennen. Null Punkte statt P7, weil seine Kawasaki 2,5 Kilogramm zu leicht war.

Teamkollege Freddie Heinrich kam deutlich besser in Schwung. Northern Talent Cup, Red Bull Rookies Cup und der Pro Superstock 1000 Cup haben Erfahrungen hinterlassen.

„Langfristig ist das Ziel, dass Lorenzo und Freddie in der Supersport-Klasse kontinuierlich in die Top 10 fahren“, setzt Teamchef Emil Weber Prioritäten. „Lorenzo war bei den Testfahrten schneller. Auf dem Sachsenring waren beide auf Augenhöhe.“ Vom 21-jährigen Sachsen ist Weber bereits schwer begeistert. Er hat das Ziel auf der Kawasaki Ninja ZX-6R nämlich auf Anhieb geschafft und ist nach zwei Rennen Gesamt-Neunter.