SBK: Yamaha muss in Hockenheim runterdrehen

SBK: Yamaha muss in Hockenheim runterdrehen

Ergebnis des dritten Performance-Checks: Honda darf beim Hockenheim-Finale technisch nachlegen. Text: Anke Wieczorek; Foto: Dino Eisele

Nach den EURO MOTO Superbike-Rennen auf dem Nürburgring ist der dritte Performance-Checkpint der Saison erreicht. Ziel dieser Bewertung ist die fortlaufende Beobachtung der Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Hersteller. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Arbeit der Safety/Technical/Sporting Commission, kurz CSTS.
Die Auswertung bringt für das große Hockenheim-Finale zwei konkrete Konsequenzen: Yamaha muss die maximale Drehzahl reduzieren, Honda erhält dagegen die Freigabe für die Verwendung des Kit-Nockenwellensets.

Der Performance Checkpoint wird gemäß des Technischen Reglements der EURO MOTO Superbike durchgeführt. Grundlage ist jeweils das bestplatzierte Motorrad jeder Marke pro Rennen bei trockenen Bedingungen.

Performance Points im Vergleich

Nach jeweils vier Rennen werden die Performance Points im Rahmen eines Performance Checkpoints analysiert. Dadurch ergeben sich in einer Saison in der Regel drei Checkpoints. Zeigt ein Hersteller eine Überperformance durch einen Vorsprung von mindestens neun Performance Points, werden durch die CSTS entsprechende Maßnahmen ergriffen.
Bei Motorradmodellen, die bereits mit Concession Parts unterwegs sind, können diese aberkannt und/oder die Drehzahl reduziert werden. Bei Motorradmodellen ohne verfügbare Concession Parts kann die Drehzahl reduziert werden. Der Umfang der Maßnahmen richtet sich dabei nach dem Ausmaß der festgestellten Überperformance.
Auch am anderen Ende des Performance-Feldes gibt es eine Regelung: Motorradmodelle, die zum Performance Checkpoint mindestens 24 Performance Points hinter dem Motorradmodell mit den meisten Performance Points liegen, können nach Analyse durch die CSTS Concession Parts zur Verwendung zugesprochen bekommen.

Yamaha muss runter, Honda darf nachlegen

Yamaha weist nach den Nürburgring-Rennen einen Vorsprung von 10 Performance Points auf. Honda liegt dagegen 24 Performance Points zurück. Damit ist das Tätigwerden der CSTS in Bezug auf die Performance-Faktoren erforderlich.
Für das Hockenheim-Finale vom 25. bis 27. September gelten deshalb folgende Anpassungen:
Für die Motorräder der Marke Yamaha wird eine maximale zulässige Drehzahl von 14.500 Umdrehungen/Minute festgelegt. Das sind 300 Umdrehungen weniger als bisher genutzt. Für Honda wird die Verwendung des Kit-Nockenwellensets freigegeben. Die Spezifikation des Sets ist in der aktuellen Version der Eligible Parts List definiert.

Damit geht es beim großen EURO MOTO-Finale nicht nur um die Titelvergabe, sondern auch um die nächste Runde im technischen Wettbewerb der Hersteller.