SPB: Oliver Svendsen wäre jederzeit einsatzbereit

Oliver Svendsen hofft auf einen Rennstart
Blick nach vorn statt zurück: Oliver Svendsen würde lieber heute als morgen wieder im Starterfeld stehen und wartet daheim in Dänemark auf eine letzte Chance in dieser Saison. Foto: Dino Eisele

Eigentlich gehört Oliver Svendsen auf ein Rennmotorrad. 2024 Meister, 2025 Vizemeister und trotzdem verbringt der 22 Jahre alte Däne einen Großteil dieser Saison zu Hause. Nicht unbedingt freiwillig. Denn Svendsen würde lieber heute als morgen wieder aufs Bike steigen. „Ich wäre jederzeit bereit und einsatzfähig. Ohne Wenn und Aber“, sagt er. Eine deutliche Ansage des ehemaligen IDM-Meisters, der in den vergangenen zwei Jahren gezeigt hat, was er kann.

2024 holte sich Svendsen den Titel in der IDM Supersport 300. Ein Jahr später wechselte er in die neue Sportbike Klasse und mischte direkt wieder vorne mit. Selbst mehrere Beinbrüche während der laufenden Saison konnten ihn kaum stoppen. Am Ende fehlte zwar der zweite Titel in Folge, dafür stand die Vizemeisterschaft auf dem Konto.

2026 sollte es eigentlich genauso weitergehen. Gemeinsam mit dem ERC Team wollte Svendsen wieder angreifen. Doch die gemeinsamen Pläne hielt nicht lange. Beim Saisonauftakt auf dem Sachsenring war der Däne noch dabei, danach verschwanden er und das Team aus dem Starterfeld. ERC zog sich zunächst zurück und nutzte die folgenden Wochen, um die Kawasaki schneller und konkurrenzfähiger zu machen. Sowohl die Rennen in Brünn als auch in Most ließ die Mannschaft verstreichen. Vor dem EURO MOTO- Wochenende in Oschersleben standen für Svendsen und das Team schließlich mehrere Testtage auf dem Programm. Zu einem gemeinsamen Comeback kam es anschließend nicht mehr. Noch vor dem Rennwochenende trennten sich die Wege von Svendsen und Teamchef Uwe Reinhardt.

Seitdem heißt es für den Dänen: warten. Leicht fällt ihm das nicht. Zu Hause in Låsby versucht er, sich fit und vor allem jederzeit einsatzbereit zu halten. Denn sollte irgendwo ein Platz frei werden, möchte Svendsen nicht erst Wochen brauchen, um wieder in Rennform zu kommen.

Vielleicht klappt es noch mit einem Einsatz beim Saisonfinale am Hockenheimring. Es wäre für Svendsen die letzte Gelegenheit, in diesem Jahr noch einmal ins Renngeschehen einzugreifen. Sollte ein Team kurzfristig Ersatz benötigen oder noch einen schnellen Fahrer für das letzte Rennwochenende suchen, wäre der Däne sofort startklar.