Der Trainings-Freitag in Most hat die neue Lage im Titelkampf der EURO MOTO Sportbike-Klasse angedeutet, aber längst nicht auch nur ansatzweise entschieden. Während Meisterschaftsführer Jakob Rosenthaler (RT Motorsports Racing) verletzungsbedingt fehlt, konnte Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) die Chance auf die Spitze in den ersten beiden freien Trainings noch nicht voll nutzen. Der Österreicher beendete den Tag in der kombinierten Zeitenliste auf Rang fünf.
Damit bleibt die Ausgangslage vor Qualifying und Rennen offen. Kitzbichler liegt zwar trotz eines leichten Sturzes im ersten Training weiter in Schlagdistanz, aber eine dominierende Rolle spielte niemand. Gerade mit Blick auf Rosenthalers knappen Vorsprung von nur vier Punkten verspricht Most damit weiterhin in der Sportbike-Klasse spannend zu bleiben.

Für eine der kurioseren Geschichten des Tages sorgte Ruben Bijman (Freudenberg RoRa-Paligo Racing). Der Niederländer fuhr in der kombinierten Wertung auf Platz zwei, obwohl sein Freitag alles andere als problemlos verlief. Bijman stürzte sowohl in FP1 als auch in FP2, gehörte am Ende aber trotzdem zu den schnellsten Fahrern im Feld. „Ich bin zwar heute zweimal gestürzt, aber das war nicht dem Motorrad oder dem Setup geschuldet. Letztendlich ist unsere Pace wirklich gut. Ich fühle mich auf dieser Strecke schnell und weiß, dass wir vorne mitkämpfen können. Mein Ziel für dieses Wochenende ist ganz klar: Ich möchte endlich meinen ersten Sieg in der Sportbike-Klasse holen“, erklärte Bijman. Der bislang letzte Rennsieg des Niederländers liegt bereits etwas zurück. 2024 gewann er beim Saisonfinale in Hockenheim das letzte Rennen der Supersport-300-Klasse.
Hinter dem Führenden lagen die Abstände insgesamt eng beieinander. Tobias Kitzbichler bleibt trotz Rang fünf voll im Rennen um die Spitze. Direkt vor ihm reihten sich Louis Rammerstorfer und Lokalmatador Stepan Zuda (beide Freudenberg RORA-PALIGO Racing) auf den Plätzen drei und vier ein. Gaststarter Bruno Ieraci (RT Motorsports) setzte in der Hitzeschlacht die Bestzeit und führt die kombinierte Wertung der beiden freien Trainings vorerst an.
Weiter geht es am Samstag mit dem ersten Qualifying um 9:00 Uhr, ehe um 12:25 Uhr die zweite Zeitenjagd folgt. Spätestens dann steht fest, wer sich die Pole Position sichert und sich damit für das erste Rennen am Nachmittag um 15:55 Uhr die beste Ausgangslage verschafft. Dann wird sich auch zeigen, wer im Kampf um die Tabellenführung den nächsten wichtigen Schritt machen kann.

