SSP: Jonas Folger meldet spontan Wildcard-Einsatz an

SSP: Jonas Folger meldet spontan Wildcard-Einsatz an

Kurzfristige Entscheidung: Jonas Folger startet in Most auf der Entwicklungs-KTM in der Supersportklasse. Text: Anke Wieczorek; Fotos: Team Freudenberg

Prominenz bei der EURO MOTO in Most. Ex-MotoGP-Fahrer Jonas Folger startet mit einer Wildcard in der Supersportklasse. Er ist intensiv in die Entwicklung der neuen KTM 990 RC R für die Supersport-Weltmeisterschaft eingebunden.

Das Fahrerlager kennt er. Jonas Folger wurde 2020 Meister in der Superbike-Klasse. Inzwischen hat er als Test- und Entwicklungsfahrer bei KTM angedockt. Die österreichische Marke treibt das Projekt KTM 990 RC R mit dem deutschen Freudenberg-Team voran. Dass der Bayer das Modell kurzfristig bei der EURO MOTO in Most präsentiert, hat einen Grund.

In den vergangenen Wochen absolvierte das Freudenberg KTM-PALIGO Racing Team zahlreiche Testkilometer im Rahmen verschiedener offizieller Trackdays. Dabei zeigte sich jedoch zunehmend, dass die Bedingungen auf den stark frequentierten Veranstaltungen die gezielte Entwicklungsarbeit erschweren. Mit teilweise bis zu 50 Fahrern gleichzeitig auf der Strecke waren freie Runden und aussagekräftige Vergleichsfahrten nur eingeschränkt möglich.

„Wir benötigen möglichst viele freie Runden am Stück benötigen. Die EURO MOTO bietet uns genau diese Möglichkeit“, erklärt Teamchef Carsten Freudenberg.
Der Start in Most wurde daher gemeinsam und kurzfristig mit KTM beschlossen. Die EURO MOTO-Veranstaltung ermöglicht nicht nur eine professionelle Rennumgebung mit klar definierten Streckenbedingungen, sondern auch wertvolle Vergleichsmöglichkeiten mit der Supersport-Konkurrenz.

Im Fokus stehen dabei insbesondere die weitere Abstimmung des Fahrwerks, die Optimierung verschiedener Setup-Bereiche sowie die Weiterentwicklung der Gesamtperformance des Motorrads. „Natürlich werden wir die Gelegenheit nutzen, um zu sehen, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Dennoch geht es für uns in erster Linie darum, möglichst viele Daten zu sammeln und effizient zu testen. Die Priorität liegt klar auf der Entwicklung und nicht auf einer bestimmten Platzierung“, ergänzt Carsten Freudenberg.