Es geht nicht immer nach Plan. Beim vorletzten EURO MOTO-Wochenende auf dem Nürburgring blieb Markus Reiterberger ohne Podiumsplatz in der Superbike-Klasse. Nach der Superpole war dem 32-jährigen Vierfach-Champion vom Team Masteroil Alpha Van Zon BMW schon bewusst, dass der sechste Startplatz für einen Pokal nicht reichen würde. Wie geht es weiter? Reiterberger steht vor großen Herausforderungen.
„Mitfahren konnte ich mit den Top-3“, lautete seine Sonntags-Analyse nach den beiden Rennen, die er als Vierter beendete, „aber ich konnte nicht attackieren. Von der ersten bis zur letzten Runde habe ich in jeder Kurve das Maximum gegeben, war am Limit und auch drüber. Aber es hat nicht gereicht. Wir sind nah dran. Doch wir sind inzwischen auf so einem Niveau angekommen, da sind ein paar Hundertstel hier und da einfach entscheidend. Zwei Mal die Blechmedaille ist jetzt nicht so zufriedenstellend, aber die Rennen waren toll. Wir wissen, was fürs Hockenheim-Finale zu tun ist.“ Reiterberger reist vom 24. bis 26. September als Vierter in der Meisterschaftswertung ins badische Motodrom und kann theoretisch noch Gesamt-Dritter werden.

Auf den Nürburgring hatte Reiti als letztes Teammitglied eingecheckt. Er kam direkt aus Südfrankreich vom Test für das letzte entscheidende Rennen in der FIM Endurance World Championship. Vom 17. bis 20. September 2026 erreicht die Langstreckenweltmeisterschaft beim Bol d’Or 2026 auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet ihren Höhepunkt. Das BMW Motorrad World Endurance Team mit Markus Reiterberger und seinen Kollegen Michael van der Mark und Steven Odendaal hat Chancen auf den Weltmeistertitel. Das Team mit der Startnummer 37 liegt auf dem zweiten Gesamtrang hinter YART-Yamaha mit dem Superbike-Meister von 2016, Marvin Fritz.

