SBK: Schrötter porazil Tula – Smits je mimo hru

SBK: Schrötter porazil Tula – Smits je mimo hru

Der fliegende Holländer hat zum vierten Mal zugeschlagen. Twan Smits gewann auch den zweiten Superbike-Lauf in der Eifel. Text: Anke Wieczorek; Foto: Michael Praschak

Vor gut drei Wochen hatte Twan Smits noch nicht einmal eine Pole Position zu bieten. Jetzt holte er beim Öhlins EURO MOTO-Event auf dem Nürburgring den vierten Sieg in Folge. Der 22-jährige Niederländer fuhr den gestandenen und WM-erfahrenen Haudegen wie Marcel Schrötter, Lukas Tulovic und Markus Reiterberger im zweiten Superbike-Lauf erneut einfach davon.

Seine Pole Position münzte Twan Smits (Team Apreco-Yamaha) im zweiten Lauf des Tages erneut in die Führung nach der ersten Rennrunde um. Lukas Tulovic (Triple M Ducati Racing Frankfurt) und Marcel Schrötter (GERT56 by RS Speedbikes) blieben dem fliegenden Holländer innerhalb einer halben Sekunde auf den Fersen. Und wie schon im ersten Rennen war auch Markus Reiterberger (Masteroil Alpha Van Zon BMW) wieder mit von der Partie als er Kevin Orgis (ORM Racing) überholt hatte.

Alle hatten etwas vor: Smits das Rennen gewinnen, Tulovic die Titelverteidigung, Schrötter das Bewahren der Titelchance bis Hockenheim und der Rest den Punkteausbau in der Gesamtwertung.

Licht und Schatten

Jan-Ole Jähnig (GERT56 by RS Speedbikes) war genauso schnell wie die Spitze, doch die Lücke vom fünften zum vierten Platz war einfach zu groß, um sie zu schließen. Smits hatte sich bereits aus dem Staub gemacht. Ex-Superbiker Marc Moser stand am Streckenrand und staunte schon zu Beginn des Wochenendes: „Es ist irre, was für ein Tempo hier gefahren wird.“ In der EURO MOTO Superbike gibt sich eine Fahrer-Elite die Klinke in die Hand.

Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) machte einen Platz durch das Überholmanöver gegen Kevin Orgis gut. Sein achter Startplatz tat dem ganzen HRP-Team weh. „Wir haben ultrawenig Grip auf der Strecke und straucheln an diesem Wochenende“, nahm Alt die Tatsache wie jedes Jahr auf dem Nürburgring mit Würde hin. Um den Titel geht es für den einzigen Honda-Fahrer im Feld sowieso nicht mehr. Jetzt musste der Meister von 2023 einfach das Wochenende anständig rumkriegen, um beim Finale in Hockenheim vielleicht noch einen Coup landen zu können.

Tulovic macht keine Geschenke

In der zweiten Halbzeit des 18-Runden-Rennens battelten sich Tulovic und Schrötter mit Inbrunst. Für Schrötter war es ein gewaltiger Schritt, als er das Ducati-Zugpferd endgültig besiegt hatte. Tulovic hätte sich aufgrund seines Vorsprungs in der Meisterschaft nicht mit Schrötter anlegen müssen, doch das Rennfahrer-Herz ging mit ihm durch und er wollte auch nichts liegenlassen. „Heute war alles dabei. Das Vorderrad am Motorrad ist gesprungen und eingeklappt. In einer Kurve habe ich es etwas übertrieben und musste zu weit nach außen fahren. In dem Moment ist Marcel durchgeschlüpft“, berichtete der 26-Jährige Ducati Panigale V4R-Pilot nach dem Schlagabtausch.

Tulovic und Schrötter trennen nach dem Eifel-Wochenende 34,5 Punkte in der Gesamtwertung. Die Entscheidung, wer der Meister des Jahres 2026 wird, fällt vom 25. bis 27. September auf dem Hockenheimring. Twan Smits fehlen 22 Punkte zu Schrötter. Es wird spannend.

EURO MOTO Superbike, Rennen 2

1. Twan SMITS (NLD/Yamaha)
2. Marcel SCHRÖTTER (GER/BMW)
3. Lukas TULOVIC (GER/Ducati)
4. Markus REITERBERGER (GER/BMW)
5. Jan-Ole JÄHNIG (GER/BMW)
6. Florian ALT (GER/Honda)
7. Kevin ORGIS (GER/BMW)
8. Leon ORGIS (GER/BMW)
9. Toni FINSTERBUSCH (GER/BMW)
10.Jan MOHR (AUT/BMW)
11.Martin VUGRINEC (CRO/BMW)
12.Hannes SOOMER (EST/BMW)
13.Milan MERCKELBAGH (NLD/BMW)
14.Lorenzo ZANETTI (ITA/Ducati)
15.Marco FETZ (GER/BMW)
16.Christoph BEINLICH (GER/BMW)