SPB: Siebdrath hält Freudenberg-Team auf Trab

SPB: Siebdrath hält Freudenberg-Team auf Trab

Mika Siebdrath erlebte eine kleine Rutschpartie nach einem Sturz am Freitagvormittag beim ersten Freien Training in Brünn. Foto Dino Eisele; Text: Rowena Hinzmann

Schnell ist er ohne Zweifel. Das hat Mika Siebdrath (Freudenberg Rora-PaligoRacing) bereits beim Saisonauftakt der EURO MOTO auf dem Sachsenring bewiesen. Der 17-Jährige mischte bei seinem Debüt in der Sportbike-Klasse auf Anhieb vorne mit und etablierte sich direkt in der Spitzengruppe. Auch in Brünn gehört der Sachse wieder zu den schnellsten Fahrern. Allerdings hielt er sein Team heute und am Donnerstag ziemlich auf Trab.

Schon beim offiziellen Testtag am Donnerstag sorgte der Freudenberg-Pilot für zusätzliche Arbeit in der Box. Nach einem Sturz wurde seine Maschine stark beschädigt, so dass das Team auf das Ersatzmotorrad wechseln musste. Doch damit nicht genug: Auch am Freitag landete Siebdrath erneut im Kiesbett. Diesmal blieb es bei einem harmlosen Vorderradrutscher, größere Schäden entstanden nicht.

Zusätzlich kassierte der Wildenfelsener noch eine Strafe der Rennleitung. Wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse wird er im ersten Rennen um drei Startplätze zurückversetzt. Beeindrucken lässt sich der junge Sachse davon allerdings nicht. „Das nehnme ich alles auf meine Kappe, das steht außer Frage. Aber ich weiß auch, wie ich damit umgehen muss. Beim Start bin ich normalerweise stark und die Strecke liegt mir richtig gut. Sie ist schön flüssig und macht einfach Spaß. Deshalb bin ich überzeugt, dass ich trotzdem direkt vorne mitfahren kann“, sagt Mika Siebdrath. Tatsächlich fühlt sich der Freudenberg-Pilot auf dem traditionsreichen Automotodrom Brno sichtlich wohl. Das zeigt nach den ersten beiden Freien Trainings am Freitag auch das Ergebnis: Platz fünf.

Trotz der Stürze und der Strafversetzung blickt er optimistisch auf das Qualifying am Samstag. Sein Ziel ist klar: ein Platz in der ersten Startreihe. „Ich bin zuversichtlich, dass ich das morgen hinbekomme“, erklärt der Sachse. Gleichzeitig weiß Siebdrath aber auch, woran er arbeiten muss. Das Tempo stimmt, nur den Eifer muss er etwas zügeln. „Ich darf nur nicht wieder übertreiben wie heute“, sagt er und lacht verschmitzt.

Das Potenzial für eine Spitzenplatzierung ist zweifelsfrei vorhanden. Wenn der Freudenberg-Pilot seine Geschwindigkeit mit etwas mehr Gelassenheit kombiniert, könnten seine turbulenten Trainingstage in Brünn noch zu einem gelungenen Wochenendresultat führen.